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Projekt Heidehorn 📅 25. Oktober 2026 ✍️ Ali Tajfirooz ⏱️ 4 Min. Lesezeit 🔖 Zum Merken einloggen

Heidehorn 1: Was das Denkmal-Projekt in Bad Schandau besonders macht

Heidehorn 1 in Bad Schandau: 3D-Modell des Zielbilds mit Glashalle, Dachterrasse und Pool

Ein Fachwerkhaus unter Denkmalschutz, ein Hanggrundstück mit rund vier Metern Höhenunterschied und die Landschaft der Sächsischen Schweiz vor der Tür: Das Projekt Heidehorn 1 in Bad Schandau, Ortsteil Ostrau, verbindet Bestand und Neubau auf engem Raum. Dieser Beitrag zeigt, was das Vorhaben besonders macht – in Zahlen, Materialien und Ideen. Alle Werte stammen aus dem aktuellen 3D-Planungsmodell und sind Planungsstand, keine genehmigte Ausführung.

Hinweis: Dieser Beitrag beschreibt das langfristige Zielbild aus dem 3D-Modell. Beantragt ist derzeit nur die erste Phase (Bestandsaufnahme, Notsicherung und Freilegung der Konstruktion). Glashalle, Terrasse, Pool, Sauna, Dachfenster und Stellplätze sind weder beantragt noch genehmigt; ihre Zulässigkeit wird später mit Bauaufsicht und Denkmalschutzbehörde geklärt.

Ein Denkmal, das seine Geschichte zeigt

Das Haupthaus misst 13,20 × 7,75 m, die Traufe liegt bei rund 4,90 m, der First bei 9,65 m über dem Erdgeschoss. Das steile Satteldach (etwa 51°) soll wieder mit naturroten Tonziegeln gedeckt werden, wie es die Bauakte von 1950 zeigt. Im Obergeschoss bleibt das Fachwerk sichtbar. Im Zielbild ersetzen drei flächenbündige Dachfenster je Dachseite die früheren Schleppgauben. Ob und in welcher Form Dachfenster möglich sind, wird mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt; beantragt ist das bisher nicht.

Glashalle und Dachterrasse: der neue Mittelpunkt

Im Zielbild steht auf dem Sandsteinsockel des alten Anbaus eine Glashalle von rund 8,2 × 11,75 m (ca. 96 m² brutto) als Frühstücks- und Aufenthaltsraum für die Hausgäste. Die Fassade ist als klassisches Holz-Sprossenfenster aus Eiche geplant, nicht als moderne Pfosten-Riegel-Wand aus Aluminium. Darüber liegt die Dachterrasse mit rund 100 m² Nutzfläche, erreichbar über eine Außentreppe aus Eiche und direkt aus dem Obergeschoss.

Wichtig für die Denkmalpflege: Glashalle und Terrasse stehen auf einer eigenen Stützenreihe vor der Hauswand. Das historische Mauerwerk trägt keine zusätzlichen Lasten, und der Neubau wäre im Zweifel rückbaubar.

Wellness am Hang: Sauna, Pool und Whirlpools

  • Sauna im Untergeschoss unter der Glashalle, mit einer rund 9,9 m langen Glasfront zum Pool.
  • Pool mit etwa 38 m² Wasserfläche, trapezförmig parallel zur Stützmauer geführt; Wasserspiegel auf −1,95 m.
  • Zwei Whirlpools mit je 1,9 m Durchmesser, bündig in das Pooldeck eingelassen, dazu Liegen an der Poolkante.

Der Hang wird so genutzt, dass jede Ebene einen eigenen Ausgang ins Freie hat: Terrasse am Haus auf ±0,00, Pooldeck auf −1,85 m, untere Straße bei etwa −3,3 m.

Sandstein und Eiche statt Beton-Optik

Die Gestaltung bleibt bei zwei Materialien, die zur Region passen: Sandstein für Sockel, Mauern, Pfeiler und Pflanzvasen, Eiche für Geländer, Treppen, Pflanztröge und Tore. Alle Holzpfosten stehen auf Sandsteinsockeln, damit das Holz keinen Erdkontakt hat und lange hält. Eine Sandsteinmauer mit Eichenstaketen begrenzt das Grundstück nur entlang der Straße; im Garten setzen Rosenrondelle, Laternen und Blumenbeete die Akzente.

Ankommen und Parken

Auf dem Nachbarflurstück 28/2, das erst noch von der Stadt Bad Schandau erworben werden soll, sind im Zielbild Stellplätze in einer Reihe direkt von der Gasse aus geplant: zwei für Pkw, einer für einen Transporter und drei großzügige Plätze für Wohnmobile oder Kleinbusse, dazu ein Fahrradplatz. Das Gelände wird dafür nicht abgetragen, die Fahrzeuge folgen dem natürlichen Gefälle. Ein Fußweg führt an den Stellplätzen vorbei zum Haus, eine Treppe auf der anderen Seite direkt hinunter zur Straße.

Sicherheit auf dem Hang

Ein Grundstück am Hang braucht mehr als schöne Bilder. In der Vorbemessung wurden deshalb unter anderem geprüft: die Tragfähigkeit der Dachterrasse (ausgelegt für Stehpublikum, geplante Höchstbelegung 60 Personen), das Gleiten und Kippen der Stützmauer, die Hangstabilität bei Nässe und der Auftrieb des Pools bei hohem Grundwasser. Daraus folgen konkrete Maßnahmen wie eine Schubnocke unter der Stützmauer und eine Dränage hinter der Mauer. Die endgültigen Nachweise erstellen ein Tragwerksplaner und ein Baugrundgutachter.

Das Projekt in Zahlen

Haupthaus 13,20 × 7,75 m, First +9,65 m
Glashalle ca. 8,2 × 11,75 m (ca. 96 m²)
Dachterrasse ca. 100 m² Nutzfläche
Pool ca. 38 m², Wasserspiegel −1,95 m
Whirlpools 2 × Ø 1,9 m
Höhenunterschied Gasse – Fuß Anbau ca. 4 m
Stellplätze im Modell 6 + Fahrradplatz (Businessplan: bis zu ca. 12)

Selbst ansehen

Das interaktive 3D-Modell mit allen Ansichten, dem Tragwerk und dem Projekttagebuch finden Sie auf der Projektseite Heidehorn 1. In den nächsten Beiträgen dieser Reihe geht es um einzelne Themen im Detail: Bauweise, Denkmalpflege, Pflege von Holz und Sandstein, Zahlen und Finanzierung.

Hinweis: Planungsstand Oktober 2026. Genehmigungen durch Bauamt und Denkmalschutzbehörde sowie die Standsicherheitsnachweise stehen noch aus.

Fragen zu diesem Thema?

Ali Tajfirooz berät Sie persönlich – auf Deutsch, Farsi oder Englisch.

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