🕊 Update: Trump schließt Iran-Angriff für Sonntag aus – Katar vermittelt in Teheran

US-Präsident Donald Trump hat am Sonntag, 25. Oktober, einen Militärschlag gegen Iran für diesen Tag ausgeschlossen. Am Samstag hatte er einen Angriff „vielleicht morgen“ noch ausdrücklich offengelassen. Parallel sind laut Reuters katarische Vermittler in Teheran, und das US-Zentralkommando meldet, die Hauptrouten durch die Straße von Hormus seien frei von Seeminen.
Die Fakten im Überblick
- Kein Angriff am Sonntag: Auf die Frage von Reportern, ob die USA schon am Sonntag angreifen könnten, verneinte Trump beim Verlassen des Weißen Hauses auf dem Weg zu einer Wahlkampfveranstaltung in Michigan (laut Anadolu und Times Kuwait).
- Beide Optionen offen: In einem Interview mit Fox News sagte Trump, er wäge zwischen einem Abkommen und weiteren militärischen Schritten ab (laut Anadolu und Iran International).
- Vermittlung über Katar: Katarische Vermittler halten sich in Teheran auf – in Abstimmung mit den USA, wie ein von Reuters unterrichteter Vertreter sagte (berichtet von The New Arab und Iran International).
- Straße von Hormus: CENTCOM-Kommandeur Admiral Brad Cooper überflog die Meerenge. Laut CENTCOM passierten in den vergangenen sechs Monaten mehr als 3.000 Handelsschiffe mit US-Unterstützung die Straße; seit dem Sommer seien so mehr als 1,5 Milliarden Barrel Rohöl exportiert worden. Diese Zahlen stammen vom US-Militär und sind nicht unabhängig überprüft.
- Saudi-Arabien: Die saudisch geführte Koalition meldete am Sonntag den Abfang von zehn ballistischen Raketen der Huthis; am Flughafen Riad wurden die Terminals 1 und 2 wieder geöffnet (laut The New Arab und Gulf News).
- Termine: Am Dienstag wählt Israel ein neues Parlament, am Mittwoch, 28. Oktober, entscheidet die US-Notenbank Fed über den Leitzins.
Was gesagt wurde
„Würde ich Ihnen das sagen? Aber die Antwort ist nein. Es wird keinen Angriff geben“, sagte Trump laut Anadolu (übersetzt). Gegenüber Fox News sagte er: „Mache ich einen Deal mit ihnen, oder erledige ich sie endgültig? Das ist die einzige Frage“ (übersetzt).
„Ob Krieg herrscht oder nicht, unsere Politik bleibt dieselbe“, sagte Irans Außenminister Abbas Araghchi laut The New Arab (übersetzt). Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf warnte laut Iran International, jeder Angriff auf Irans territoriale Integrität werde eine „unvorstellbare Antwort“ nach sich ziehen.
„Wir stehen weiterhin Schulter an Schulter mit unseren Golfpartnern und der Schifffahrtsbranche“, sagte CENTCOM-Chef Cooper laut einer Mitteilung des US-Militärs (übersetzt).
Hintergrund
Der Konflikt zwischen den USA, Israel und Iran dauert seit Ende Februar an. Ein Waffenstillstand und eine Absichtserklärung für ein Friedensabkommen bestehen, die Kontrolle über die Straße von Hormus bleibt jedoch Streitpunkt. Am Samstag hatte Trump einen erneuten Angriff ausdrücklich nicht ausgeschlossen (unsere Meldung von heute Mittag). Zuvor hatten Berichte über Angriffsvorbereitungen und Minentreffer bei Tankern den Ölpreis auf Kriegshoch getrieben: Brent schloss am Freitag bei rund 117 US-Dollar je Barrel.
Was das für Wirtschaft, Märkte und Verbraucher in Deutschland bedeutet
Die Absage eines Angriffs gilt ausdrücklich nur für Sonntag – die Grundsatzfrage zwischen Abkommen und neuer Eskalation ist nach Trumps eigenen Worten offen. Für den Ölmarkt zum Wochenstart dürften daher zwei Signale gegeneinanderstehen: die katarische Vermittlung und die Angaben zu freien Schifffahrtsrouten einerseits, die anhaltenden Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien andererseits. Für Verbraucher in Deutschland wirkt der Ölpreis über Heizöl, Diesel und Transportkosten direkt auf die Inflation. Bleibt die Energie teuer, haben Notenbanken weniger Spielraum für Zinssenkungen – mit mittelbarer Wirkung auf Bau- und Sparzinsen. Eine verlässliche Prognose ist derzeit nicht möglich.
Diese Meldung dient der Information und ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.
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Quellen
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